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23rd Koblenz International Guitar Festival & Academy

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Romancero Gitano 28 Sept 2014

Romancero Gitano - Musik für Gitarre und Gesang in der Kreuz-Kirche Ehrenbreitstein

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2014 Festival Flyer

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Koblenz International Guitar Festival & Academy 2014

 
Chiawei Lin New York Konzert

Chiawei Lin in New York

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Pressespiegel 2007 PDF Drucken E-Mail

Die Presse über das
15. Internationales Pfingstseminar Koblenz Guitar Festival 2007


15th Internationales Pfingstseminar / Koblenz Guitar Festival

Ein Bericht von Thérèse Wassily Saba, Classical Guitar Magazine, März 2008

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15th Internationales Pfingstseminar / Koblenz Guitar Festival

Artikel im Gendai Guitar, Tokio, Japan, November 2007

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Gewitter kommt nicht gegen Romero an

Bernhard Wibben, Rhein-Zeitung vom 29. Mai 2007

Eine lebende Legende wird mit Jubel empfangen - Elegantes Spiel und wunderschöner Klang

KOBLENZ. Mit lang anhaltendem Beifall empfängt die Festivalgemeinde eine lebende Legende der Gitarristik: Pepe Romero spielte vor Päpsten, Präsidenten, Königen und Königinnen. Und jetzt schöpft er aus der ganzen Fülle von 50 Jahren aktiven Musikschaffens, um seinen alten und neuen Fans das Beste zu geben, was er geben kann: wundervolle Gitarrenmusik.

Damit ist der Spanier von klein an aufgewachsen, hat seinen 1996 verstorbenen berühmten Vater Celedonio Romero als Lehrer gehabt: "Mein Vater und ich, wir sind wie ein Gitarrist. Und ich spiele nicht eine einzige Note, in der mein Vater nicht lebendig wird. Ich glaube zutiefst, dass mein Vater und ich wirklich eins sind, ein Spieler." Und in der Tat gewährt Romero jedem Ton, den er auf seinem Instrument entwickelt, den gebotenen Respekt. Klar formend, virtuos in der technischen Umsetzung und vor allem tiefgründig interpretierend ist im Koblenzer Recital kein einziger Ton wie der andere.

Da erhält Giulianis "Grande Ouverture" Ereignischarakter, da entstehen aus Sors wunderbaren Miniaturen in den Variationen über Themen aus Mozarts Zauberflöte ganz neue Zusammenhänge. Romero spürt den tonalen Gegebenheiten nach, versieht die kompositorischen Vorlagen mit interpretatorischer Eleganz und entwickelt musikalische Schönheit, die etwa in Bachs Partita No. 2 nicht einmal ein vehement hereinbrechendes Gewitter schmälern kann.

Nach der Pause widmet sich der Filigraninterpret der Moderne. Besser: Er nimmt sich ihrer an, spürt in Leo Brouwers "Elogio de la Danza" gleich einer ganzen Palette von Empfindungen nach, die dieses Werk hervorrufen kann. Mit derselben Empathie bringt Romero die drei mexikanischen Volkslieder von Manuel Ponce zum Klingen. Und - er hat es wohl geahnt - beim weltberühmten Rodrigues-Tango "La Comparsita" gerät die Begeisterung des Auditoriums vollends aus den Fugen. Romero legt nach, liefert mit Tarregas "Tango Maria" den Inbegriff von Zärtlichkeit und klanglichem Wunderschön-Sein.

Seine eigene Komposition "Farrucas" ist eine Hommage an seine spanische Heimat, an spanisches Temperament und natürlich an den Flamenco. Und ebenso natürlich darf Celedonio Romeros " Fantasia Cubana" nicht fehlen. Mit der ehrfürchtigen musikalischen Verbeugung vor der Musik seines Vaters beschließt Pepe Romero sein offizielles Programm. Wohlgemerkt sein "offizielles". Das Publikum kann sich von diesem großen Künstler nicht trennen. Frenetischer Applaus, dann Romeros Zugaben. Die aber verstärken nur die Hoffnung auf ein Wiedersehen und Wiederhören im Jahr 2008 bei der 16. Auflage des "Koblenz Guitar Festivals".


Weltpremiere beim IPS-Festival

Bernhard Wibben, Rhein-Zeitung vom 29. Mai 2007

Pfingstseminar ist zu Ende gegangen - Manuel Barrueco und Rheinische Philharmonie führten Daugherty-Werk erstmals auf

Mit dem großen Abschlusskonzert aller Teilnehmer ist gestern Abend das 15. Internationale Pfingstseminar zu Ende gegangen. Das "Koblenz Guitar Festival" lockte Saitenstars, Dozenten und Studierende aus aller Welt an den Rhein. Am Wochenende gab es gleich mehrfach musikalische Hochgenüsse - etwa mit Pepe Romero und Manuel Barrueco, der mit der Rheinischen Philharmonie auftrat.

KOBLENZ. Mittlerweile ist die Rheinische Philharmonie das Stammorchester des "Koblenz Guitar Festivals". Und das ist gut so. Unter dem klaren Dirigat von Karsten Huschke, der jedem Taktwechsel seine volle Aufmerksamkeit widmet, zelebrieren die Musiker Beethovens "Musik zu einem Ritterballett" - kraftvoll der Marsch, mit wenig Pathos der Deutsche Gesang. Zärtlich umschreibt das Orchester die Romanze, führt den Dialog der Bläser mit dem orchestralen Gesamt beim Jagdlied. Vortrefflich wird später auch die vor Frohsinn strotzende "Humoreske" von Humperdinck gelingen.

Huschke ist konzentriert, hält das Orchester auch bei der Weltpremiere des Stücks "Bay of Pigs" von Michael Daugherty fest in seiner Hand. Daugherty, der wohl meistgespielte Komponist seiner Generation, hat bis wenige Wochen vor der Aufführung Passagen geändert, hat an dem Werk gefeilt, um Koblenz - und dem weltweit wichtigsten Gitarrenfestival - sein Werk zu schenken. Solist ist kein Geringerer als der Kubaner Manuel Barrueco. Und wer würde ein Werk über die Vergangenheit und Gegenwart Kubas besser interpretieren können als dieser Kubaner?

Exzellent unterstreicht Barrueco die bizarre Melancholie des ersten Satzes, der die vorrevolutionäre Zeit Kubas musikalisch malt. In diesem Werk, das auch in seiner sinfonischen Anlage spannend bleibt bis zum letzten Ton, kann die Auseinandersetzung mit den "Boat People" und mit den Kuba umgebenden Wassern nicht fehlen. Stürzende Bäche, fallende Wasser und ruhige See, über der die Sonne hell erstrahlt - Philharmonie und Barrueco inszenieren genau das. Im finalen "Anthem" wird die Revolution hörbar. Castro und Che Guevara sind da. Barrueco erschafft mit den Orchestermusikern ein zwischen Historie und Hoffnung pendelndes musikalisches Monument.

Orchester und virtuoser Solist präsentieren in derselben Veranstaltung noch ein weiteres Glanzlicht. In Anwesenheit des Komponisten erleben die Konzertbesucher die Deutschlandpremiere von Roberto Sierras "Danzas Concertantes".

Die Musiker lassen sich hineinfallen in eine Komposition, die ständig schwankt zwischen Elegie und Impulsivität, zwischen harmonischer Eleganz und rhythmischer Vehemenz. Auf wunderschönen Klangteppichen schlagen da Gitarrentöne Kapriolen. Und Bläser leiten Entwicklungen ein, die in monumentale Klänge einmünden.

Im "Vals" treffen traditionelle, wienerisch anmutende Attitüden auf orchestrale Scherze und brillante Gitarrensoli. Insgesamt aber - und vor allem im 4. Satz "Rapido" - dominiert der sinfonische Wohlklang, der kreativ erzeugt und inszeniert wird und fulminant im Finale ein Ende findet.

Den Interpreten gebührt ebenso Lob wie den Organisatoren des Festivals - auch weil sie es wagen, die neue Klassik ins Programm zu nehmen.


Die Gewinner

Rhein-Zeitung vom 29. Mai 2007

Alfred Eickholz und Hubert Käppel leiteten die Jury des zum IPS gehörenden Wettbewerbs. Sieger ist der Franzose Gabriel Bianco. Er kann sich freuen über eine Alkis-Meistergitarre im Wert von 4000 Euro, über 3000 Euro in bar und eine CD, die Hubert Käppel mit ihm produzieren wird. Zudem wird Bianco beim Festival in Gevelsberg 2008 auftreten. Den dritten Preis, 1000 Euro in bar, erhält Marco Sartor aus Uruguay - ein zweiter wurde nicht vergeben. Als weitere Preise wurden vergeben: Ein Stipendium für das Festival Sinaia an die Russin Irina Kulikova und ein Stipendium für ein Jahr Unterricht bei Hubert Käppel an der Koblenzer Gitarrenakademie an Magdalena Kaltcheva aus Bulgarien.


Festival bot auch Flamenco

Rhein-Zeitung vom 29. Mai 2007

Das Internationale Pfingstseminar ("Koblenz Guitar Festival") ist ein Klassik-Ereignis - aber eben nicht nur. Ein Konzert gehört in jedem Jahr der leichteren Muse, Jazz gibt dann häufig den Ton an. Diesmal war es der feurige Flamenco des Gerardo Núñez Trio aus Spanien, der für andere Akzente sorgte. Das Café Hahn bot die passende Kulisse für einen stimmungsvollen Konzertabend.


Unterricht beim Gitarren-Weltstar

Lieselotte Sauer-Kaulbach, Rhein-Zeitung vom 26. Mai 2007

Sergio und Odair Assad gaben beim Internationalen Pfingstseminar Konzert und Meisterklassen - "Da will ich jede Note hören"

Zwei Gitarren, ein Herz und eine Seele: Geht es um Gitarrenduos, zählen die brasilianischen Brüder Sergio und Odair Assad seit ihrem frühen New Yorker Debüt 1969 zur internationalen Spitze. An diesem Vormittag haben sich die Unzertrennlichen beim 15. Internationalen Pfingstseminar allerdings getrennt: Odair wirkt bei seinem Meisterkurs "im Verborgenen", Sergio hält in einem anderen Raum der von Gitarrenklängen durchzogenen Rhein-Mosel-Halle eine "Public Masterclass ".

KOBLENZ. Auf dem Podium wärmen sich zwei junge Gitarristen auf, die seit 2004 als -1839), das "Souvenir de Russie".

Sergio Assad, der selbst als Komponist mit einer langen Liste von Werken, natürlich auch für zwei Gitarren, aufwarten kann, lässt die beiden das Ganze zunächst kommentarlos einmal durchspielen. Seine ersten Bemerkungen danach sind wohl bezeichnend für ein mehr als vier Jahrzehnte zusammengeschmiedetes Brüderpaar, das Sergio mit Odair Assad bildet: "Als Gitarrenduo muss man erst einmal ein Gefühl für den anderen entwickeln, die andere Gitarre ganz selbstverständlich ins eigene Spiel einbeziehen."

Nicht umsonst erklärten die beides mustergültig praktizierenden Assads 1995 in einem Interview: "Wir waren vom ersten Augenblick an, in dem wir eine Gitarre in die Hand nahmen, als Team gedacht. Wir fingen genau gleichzeitig an Gitarre zu spielen, wir hatten immer die gleichen Lehrer und studierten die gleichen Stücke und die gleichen Techniken. So etwas ist wahrscheinlich nur bei Brüdern möglich." Verschiedener könnten die Voraussetzungen für die Paarung Condamin/ Sticklies, häufig durch gute 1000 Kilometer getrennt, kaum sein.

Nach der Eingangsbemerkung zu ihrer Interpretation geht Sergio Assad, Jahrgang 1952 und vier Jahre älter als sein Bruder, in die Detailkritik und wird dabei zunehmend temperamentvoller, untermalt seine Einwürfe gestenreich, rückt mit seinem Stuhl näher und näher ans Podium. Dazu passt die Richtung seiner Randnotizen, die mangelnder Dynamik, zu wenig ausgearbeiteter Phrasierung und nicht genügend Abwechslung bei den Wiederholungen gelten: "Man kann immer etwas anders machen, genau wie in der Malerei!"

Deshalb singt, klopft, wippt er ganze Teile vor, entwirft Phrasierungen, elastisch wie ein Gummiband, Crescendi, die vom zartesten Pianissimo starten und so fast unendliches Steigerungspotenzial haben, dämpft an kantablen Stellen ("Da will ich jede Note hören!"), ermahnt an anderen zu mehr Begeisterung.

40 anstrengende, aber auch lohnende Minuten für das Duo Condamin/Sticklies. "Es ist allein deshalb schon schwer, hier zu spielen, weil das auch im Publikum alles Gitarristen sind, die jede Schwäche bemerken", meint Pascal Sticklies lachend. Genau das aber sei das Faszinierende an diesem Festival, zu dessen Stammgästen der Käppel-Schüler seit 1997 gehört. Und Partnerin Agnès ergänzt, es sei einfach unglaublich, welche Leute man hier an einem Ort antrifft. "Barrueco, Russell und die Assads, wo gibt es die sonst schon zusammen?" Spricht"s und macht sich mit ihrem Partner auf zu einer überraschend angesetzten Stunde beim zweiten Assad-Bruder, bei Odair. Bei ihm wollen sie die letzte der 24 Präludien und Fugen Mario Castelnuovo-Tedescos spielen. Auch sie sind ein Teil ihres bewusst klassisch ausgerichteten und bereits in zahlreichen Konzerten bewährten Repertoires.


Assads treffen mitten ins Herz

Rhein-Zeitung vom 26. Mai 2007

Brasilianische Gitarrenbrüder gastierten wieder beim Pfingstseminar

KOBLENZ. Wenn Koblenz während des "Guitar Festivals" zum Mekka der Gitarrenelite wird, trifft man im Konzert auch - zum Glück - das absolute Nr.-1-Gitarrenduo Odair und Sergio Assad. Die beiden brasilianischen Gitarrenbrüder sind zwar keine, spielen aber zusammen wir eineiige Zwillinge. Tosender Applaus begleitet die beiden für jedes Festival unverzichtbaren Musiker auf die Bühne des Kammermusiksaals der Rhein-Mosel-Halle.

Sergio und Odair sind zurück an dem Ort, an dem sie wegen ihres grandiosen Zusammenspiels schon im Vorjahr gefeiert wurden. Sie kommen als Freunde und zugleich als Botschafter brasilianischer Musik. Mit Werken von Rameau und Scarlatti nimmt die Hommage an die Klassikhistorie wenig Raum ein. Und über Heitor Villa-Lobos gelingt bereits vor der Pause der Sprung ins 20. Jahrhundert. Die Brüder Assad spielen Werke von Sergio Assad: "Eterna" und "Tahhiyya li Ossoulina" - verträumt, ausgelassen fröhlich und über klopfenden Rhythmus in orchestrale Dimensionen übergehend.

Das ist grandios, da fällt einem vor Staunen zeitweise die Kinnlade runter. Etwa dann, wenn das "Bandoneon" des Virtuosen Astor Piazzolla in einer großartigen Transkription als gitarristisches, spannungsgeladenes Virtuosenfeuerwerk erklingt - und mitreißt.

Mit Ehrfurcht zelebrieren die Assad-Brüder dann die Jazzpoesie eines Antonio Carlos Jobim. Da hört man die lyrische Gitarre ebenso wie den Latin Swing. Da schlagen in "Amparo" und "Stone Flower" fantasievolle Melodiebögen Kapriolen über einer Kraft, die im Two-Beat-Rhythmus urwüchsig erscheint und mit allen musikalischen Farben Bilder in die Köpfe der faszinierten Zuhörer malt. Jedes der Bilder ist signiert von den beiden Assads.

Sie verstehen es auf ihre ganz eigene Weise, auch in Gismontis "Palhaco" und "Infancia" das musikalisch zusammenzuführen, was nebeneinander wenig Wirkung zeigen würde. Tango trifft Flamenco, Spielfreude trifft schöne Melodien. Die Assads treffen Koblenz - mitten ins Herz.


Schwerelose Musik zum Festival-Auftakt

Bernhard Wibben, Rhein-Zeitung vom 24. Mai 2007

Mit dem Konzert von Alvaro Pierri und einem Empfang der Stadt begann das 15. Pfingstseminar

KOBLENZ. Wie in all den Jahren ist der Kammermusiksaal der Rhein-Mosel-Halle auch diesmal voll besetzt: Das Internationale Pfingstseminar "Koblenz Guitar Festival" feiert 15. Geburtstag. Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann begrüßt die zahlreichen Gäste, darunter mehr als 200 Studierende und Dozenten aus 58 Nationen - erstmals sind alle Kontinente vertreten. In seiner Ansprache betont Schulte-Wissermann, dass sich das Festival seit 1993 fortlaufend weiterentwickelt hat und bis zu der diesjährigen 15. Auflage zum weltweit führenden Festival für Gitarre avanciert ist. Er dankt Georg Schmitz, dem Initiator und musikalischen Leiter des Musikereignisses.

Professor Dr. Hofmann-Göttig überbringt die Grüße der Landesregierung, auch die von Ministerpräsident Kurt Beck, der für das 15. Festival die Schirmherrschaft übernommen hat.

Und dann folgt das Musikprogramm. Alvaro Pierri aus Uruguay gestaltet das Eröffnungskonzert - und er legt von Beginn an die Betonung auf das Spielen. Bei ihm befinden sich die Werke in musikalischer Schwerelosigkeit. Und die Akustik scheint den Tönen, die Pierri seiner Gitarre entlockt, Flügel zu verleihen.

In romantischer Schönheit lässt der Künstler Francesco de Milanos "Ricercare" und "Danza Alpina" erstrahlen. Zartgefühl und Eleganz zeichnen die Interpretationen von Alvaro Pierri aus. Nichts erdrückt die melodischen und rhythmischen Spannungsbögen. Selbst bei Paganinis "Grande Sonata in La Maggiore" zieht sich der Virtuose hinter das Werk zurück, lässt seine Finger im atemberaubenden Tempo über die Saiten fliegen und verzaubert sein Publikum mit purem Paganini.

Kein Widerspruch bei Alvaro Pierri ist die gekonnte Verbindung von engagiertem und temperamentvollem Schwung mit Meditation. Beides hat seinen Platz, selbst auf engem Raum. Auch dort, wo der Interpret die dynamischen Feinheiten der Kompositionen von Isaak Albeniz oder William Walton herausarbeitet.

Alvaro Pierri hat an diesem Montagabend das Festival eröffnet - bravourös, und er hat bei den Zuhörern die richtige Festivalstimmung hervorgerufen. Riesiger Applaus für den Virtuosen, sehr verdient.


Golf für Gitarristen

Bernhard Wibben, Rhein-Zeitung vom 12. Mai 2007

Bei Pfingstseminar wird für guten Zweck geputtet

KOBLENZ/BOPPARD. Gitarristen von Weltrang spielen Golf auf dem Jakobsberg: Entstanden ist die Idee eines Golfturniers im Rahmen des Internationalen Pfingstseminars (IPS, "Koblenz Guitar Festival") bei der Geburtstagsfeier von David Russell, als sich dieser und Georg Schmitz, Chef des IPS, lieber über Golf unterhielten, als musikalisch zu fachsimpeln.

Der hoch dekorierte Ausnahmegitarrist Russell und seine Frau Maria Jesus haben vor geraumer Zeit eine mildtätige Organisation gegründet, mit der Gitarristen aus aller Welt Brunnenbauprojekte des vatikanischen Paters Domenico Vicari in Afrika unterstützen. Viele Gitarristen sind Golfer - was also lag näher, als das international beachtete Gitarrenfestival mit dem guten Zweck eines Benefizturniers zu verbinden?

Überraschend für Georg Schmitz und das Ehepaar Russell war dennoch die große Resonanz, die ihre Einladung ausgelöst hat. Am Sonntag, 20. Mai, werden auf dem Jakobsberg nicht nur Grammypreisträger David Russell selbst und viele seiner Kollegen an den Start gehen, es werden auch prominente Personen der Gitarrenwelt wie Jim D'Addario, Saitenproduzent aus den USA, und Roy Sekizuka vom Gendai Guitar Magazine Tokio extra anreisen. Mike McFadden, der Sportdirektor des Jakobsberges, bietet am Turniertag für Golfanfänger einen Schnupperkurs an, der natürlich - wie das gesamte Turnier - auch für Nichtgitarristen offen ist. Gemeinsam mit den Professoren Hubert Käppel, Alexander S. Ramirez, Liviu Georgescu, Stefano Aruta oder Alfred Eickholt die ersten Bälle zu schlagen, hat bestimmt einen speziellen Reiz.

Beschlossen wird der "Koblenz Guitar Stars Charity Golf Day" mit einer Preisverleihung, einem Büfett und - wie könnte es anders sein - mit Livemusik aus Klassik, Pop und Jazz. Wer mitspielen möchte, ist herzlich willkommen, sagt Georg Schmitz. Auf alle Fälle aber sollte man nicht die Möglichkeit verpassen, die Weltelite der Gitarristik einmal sportlich und das "Koblenz Guitar Festival" von einer neuen Seite kennenzulernen.

Weitere Infos gibt es unter www.koblenzguitarfestival.de/golf oder Tel. 0170/311 54 46. Das Gitarrenfestival beginnt am Montag, 21. Mai, um 20 Uhr mit dem Eröffnungskonzert mit Alvaro Pierri im Kammermusiksaal der Rhein-Mosel-Halle. Bis zum 28. Mai gibt es Meisterkurse, einen Wettbewerb und Konzerte. Karten: Tel. 0261/129 16 10.


Weltstar-Treffen der Gitarristik

Tim Kosmetschke, Rhein-Zeitung vom 4. Mai 2007

Das 15. Internationale Pfingstseminar bietet vom 21. bis zum 28. Mai Konzerte, Meisterklassen und einen Wettbewerb

Immer wenn der Frühling schon fast in den Sommer übergeht, verwandelt sich die Stadt Koblenz für eine gute Woche in ein Zentrum der internationalen Gitarristik. Das Pfingstseminar - seit ein paar Jahren auch als "Koblenz Guitar Festival" vermarktet - lockt die Weltstars der sechs Saiten und Studenten vom ganzen Globus an. Jetzt blickten die Veranstalter auf das Programm des 15. Festivals, das am Montag, 21. Mai, beginnt.

KOBLENZ. Wenn Pepe Romero ein Festival als "Weltklasse-Ereignis" bezeichnet, darf man das durchaus für bare Münze nehmen - der Grandseigneur der Gitarre kennt sich schließlich aus in der Welt der sechs Saiten, seit vielen Jahren gilt er als lebende Legende. Sein Lob bezieht sich auf das "Koblenz Guitar Festival" - und die Macher des auch als Internationales Pfingstseminar (IPS) bekannten Kulturereignisses führen Romeros Zitat gerne im Schilde, wenn sie nun für die 15. Auflage der Koblenzer Veranstaltung mit Welt-Geltung werben.

Vom 21. bis zum 28. Mai kommen 200 Professoren und Studenten aus mehr als 50 Ländern nach Koblenz. Das Festival sei ein Aushängeschild der Stadt, sagte nun der Kulturdezernent Detlef Knopp bei der Programmpräsentation. Und er richtete gleich seinen Dank an die maßgeblichen Gestalter hinter den Kulissen: Festivalchef Georg Schmitz und Dr. Klaus Heinen vom Förderverein der Musikschule sowie von der "Koblenz Guitar Society", die das Ereignis erst ermöglicht. Ebenso wie die Sponsoren - Knopp nannte die Koblenz-Touristik, das Land Rheinland-Pfalz, das Kulturamt der Stadt sowie Lotto und die Stiftung Zukunft der Sparkasse.

Das IPS hat seine Wurzeln in der Musikschule, wo auch die Koblenzer Gitarrenakademie verankert ist. Und dort finden auch die Meisterkurse während des Festivals statt. Es sind diese Klassen mit den internationalen Topstars der Szene, mit David Russell, den Gebrüdern Assad, Hubert Käppel, Aniello Desiderio oder eben Pepe Romero, die Studenten aus aller Welt nach Koblenz locken.

Die Professoren geben außerdem Konzerte im Kammermusiksaal der Rhein-Mosel-Halle - oft trotz der guten Besucherzahlen intime Begegnungen mit großen Künstlern, die noch dazu das Festival für ungewöhnliche Programme nutzen. So gibt es in diesem Jahr etwa beim gemeinsamen Konzert von Manuel Barrueco und dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie gleich zwei Welturaufführungen. Ebenfalls ein besonderes Erlebnis verspricht das Konzert von Hubert Käppel mit dem Schauspieler und Sprecher Konrad Krauss zu werden, die einen von Mario Castelnuovo-Tedesco vertonten Text von Juan Ramón Jiménez präsentieren: "Platero y Yo".

"Das IPS ist kein reines Klassik-Festival", sagt Heinen und weist auf den Flamenco-Abend mit dem Gerardo Núñez Trio im Café Hahn hin: "Das ist die wohl modernste Form von Flamenco, das Trio nutzt nicht nur die typischen Instrumente, sondern noch viel mehr."

Welchen Stellenwert das Festival bei den Gitarristen hat, verdeutlicht Georg Schmitz: "David Russell geht normalerweise nur alle zwei Jahre zu Festivals. Bei uns ist er nun das fünfte Jahr in Folge." Koblenz hat eben einen guten Klang.

Weitere Infos im Internet unter www.pfingstseminar.de


IPS: Gitarrenfestival an Pfingsten

Rhein-Zeitung vom 23. März 2007

Ein internationales Seminar in Koblenz lockt vom 21. bis zum 28. Mai Stars und Studenten der sechs Saiten in die Stadt

Vom 21. bis zum 28. Mai sorgt das Internationale Pfingstseminar ("Koblenz Guitar Festival") wieder dafür, dass die Stadt Koblenz in der weltweiten Musikszene ihren hervorragenden Klang behält - genauer: in der internationalen Welt der Gitarre. Denn Konzerte und Meisterkurse mit den bekanntesten Sechs-Saiten-Meistern des Globus locken Studenten und Fachpublikum.

KOBLENZ. Konzerte, Meisterkurse, Wettbewerb: Auf drei Säulen ruht das seit 1993 existierende Internationale Pfingstseminar (IPS), das in der weiten Welt der Gitarristik den englischen Titel "Koblenz Guitar Festival" trägt. Und auf diesen Säulen ruhend ist das Festival in den vergangenen 14 Jahren mächtig gewachsen, hat seinen Namen in alle Ecken und Winkel der Welt getragen, hat den Ruf der Stadt Koblenz als Standort von Spitzenleistungen in der Musik gefestigt und eine Vielzahl von Weltstars so eng an sich gebunden, dass sie gerne wiederkommen.

Am Montag, 21. Mai, beginnt nun das 2007er Festival - mit der ersten Runde im Wettbewerb, der den Namen von Hubert Käppel trägt. Käppel, einer der wichtigsten deutschen klassischen Gitarristen, ist dem Festival schon immer verbunden. Organisiert wird es von seinem Gründer, Georg Schmitz, der auch Leiter der Gitarrenakademie der Musikschule Koblenz ist. Das Team der Musikschule unterstützt Schmitz, auch der Förderverein der Schule mit seinem Vorsitzenden Dr. Klaus Heinen steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Im vergangenen Jahr versammelte das Festival mehr als 200 Studenten, Dozenten und Künstler aus 44 Nationen in Koblenz. Dort soll die nun beginnende 15. Auflage natürlich anknüpfen. Für das Publikum besonders interessant dürften die Konzerte sein, bei denen sie Topstars erleben können. So wie Alvaro Pierri aus Uruguay. Der 1952 geborene Künstler gestaltet am Montag, 21. Mai, 20 Uhr, das Eröffnungskonzert in der Rhein-Mosel-Halle. Anschließend bittet die Stadt Koblenz zum Empfang.

Am nächsten Tag geht es nicht nur mit dem Wettbewerb weiter, Alvaro Pierri lässt sich außerdem bei seinem Meisterkurs beobachten ("Public Masterclass"). Um 16 Uhr gibt Fabio Zanon ein Gesprächskonzert - wie alle weiteren Konzerte bis auf den Flamencoabend in der Rhein-Mosel-Halle. Bei dieser "spanischen Nacht" tritt das Gerardo Núñez Trio am Sonntag, 27. Mai, im Café Hahn auf.

Zunächst aber beschließt ein IPS-Dauergast den Dienstag, 22. Mai: David Russell gibt ein Solorecital um 20 Uhr. Auch er ist in einer "Public Masterclass" zu erleben - am Mittwoch, 23. Mai, ab 10 Uhr. An diesem Mittwochabend spielen Hubert Käppel und Konrad Krauss das Jiménez-Werk "Platero y Yo".

Weitere Ereignisse: das Konzert von Odair und Sérgio Assad am Donnerstag um 20 Uhr; das Prüfungsrecital des Gitarrenakademie-Studenten Artyom Dervoed am Freitag um 15 Uhr, das Konzert von Manuel Barrueco und der Rheinischen Philharmonie am Freitag um 20 Uhr, das Finale des Wettbewerbs am Samstag um 14.30 Uhr, das Konzert von Pepe Romero am Samstag um 20 Uhr, das Gesprächskonzert von Aniello Desiderio am Sonntag um 15 Uhr und das Prüfungsrecital von Ozan Saritepe. Alles endet mit dem Abschlusskonzert am Sonntag um 18 Uhr.

Karten bei der Koblenz-Touristik, Telefon 0261/129 16 10