29th Koblenz International Guitar Festival & Academy Special Edition II Rhein-Mosel-Halle - 14. bis 22. Oktober 2021

Klanginstallation Koblenz Guitar Festival & Academy 2021

14.-22. Oktober Rhein-Mosel-Halle

Wingel Mendoza
(1982, Mexico-City)

Colour Memories
Plattenspieler, Papierschallplatten, Farbsensoren. 2021.

Auf vier Plattenspielern drehen sich Farbplatten, die statt von Plattennadeln von Farbsensoren gelesen und in Klänge umgewandelt werden. Die Platten können gewechselt und die Lautstärken verändert werden, so dass sich interaktiv verschiedene audiovisuelle Ensembles einstellen, die die Grenzen von Hören und Sehen präzise verwischen und ineinander übersetzen. Was bleibt von den Farben unserer Erinnerungen? Welche Art von Klang ist mit unseren Erinnerungen verbunden? Waren es wirklich diese Farben? In einem Versuch, diese Fragen zu beantworten, triggert Colour Memories den Klang farbiger Schallplatten, der sich abhängig von der Farbe verändert.

© Credits / Fotonachweise: Bernhard Kils, Münster www.kils.de


Juan Bermúdez (*1994)

Echoes of the Fireflies (2021), VersionKoblenz

QR-Codes an unterschiedlichen Orten im Treppenhaus verteilt, Audiowiedergabe am Smartphone
Sie sind lebendig, weil Sie klingen. Solange wir leben, sind wir Medium und Quelle von Klang, um in vielseitige transformative Beziehungen mit unserer (klanglichen) Umwelt zu treten. Die Dunkelheit der Nacht verstärkt die klangliche Dimension dieser Beziehung.
Indem Sie den QR-Code scannen, geben Sie und Ihr Telefon einem neuen Klang die Chance, geboren zu werden, und im Gegenzug wird der Klang auch Sie und Ihr Verhältnis zur Umgebung verändern. Hören Sie mit neuen Augen und schauen Sie mit neuen Ohren auf sich un den sich durch die klänge erschliessenden Raum
Statt die Natur vermenschlicht "zum Sprechen" zu bringen, eröffnet sich ein multidirektionales Beziehungsgeflecht, das nicht um den Menschen zentriert ist.
Und wie ein Glühwürmchen leuchtend und klingend stolz durch den Wald gaukelt, vibrieren auch wir durch die Gegend.

(Fotos vom Westfälisches Literaturmuseum Nottbeck 2021)

© Credits / Foto: Andreas Lechtape,  Münster www.andreaslechtape.de

 

Danbi Jeung (*1991, Seoul)

Zu entfernt, oh, jetzt zu nah
Bambus, Kabelbinder, 4-Kanal-Audio. 2021.

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so daß sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. – Die Stachelschweine (1851), Arthur Schopenhauer

(Foto vom Simoensstift Trier Juli 2021)

Foto: Martina Pipprich, Mainz 

 

Kurzbios

Juan David Bermúdez
(*1994 in Bogotá, Kolumbien)

ist ein kolumbianischer Klangkünstler, Komponist und Musikproduzent. Seine Arbeit als Künstler verhandelt die Erfahrbarkeit von und die Beziehungen zwischen Klang, Raum und Zeit. Juan David studierte Musik und Tontechnik an der Universität Javeriana in Kolumbien. Er war Teil der experimentellen Musikensembles Time Canvases und Indemo, die Musik in Alltagssituationen verorten.

Foto: David Sanchez

Danbi Jeung
(*1991 in Seoul, Süd-Korea)

studierte instrumentale und elektronische Komposition in Seoul, Hannover und Karlsruhe. Seit 2019 führt sie parallel ihr Klangkunst-Studium bei Prof. Peter Kiefer, Prof. Stefan Fricke und Prof. Anke Eckardt an der Musikhochschule in Mainz fort. In ihren Werken arbeitet sie mit der Verbindung von Klang, Theater und Text und bezieht naturhafte, soziale und psychische Phänomene mit ein. http://danbijeung.com/

Foto: Jieun Jun

Wingel Mendoza
(*1982 in Mexico Stadt, Mexiko)

studierte Komposition am Trinity College London und am Konservatorium Rotterdam. Er besuchte die Meisterklasse für Komposition an der  Hochschule für Musik Würzburg und ist momentan Meisterschüler im Studiengang Klangkunst-Komposition in Mainz.

Seine Arbeiten erweitern die Kontexte von Klängen durch eigene analoge, digitale Instrumente oder externe elektronische Quellen und in Interaktion mit anderen Künsten. 2021 ist er Stipendiat im Künstlerdorf Schöppingen.

© Credits / Fotonachweis: Bernhard Kils, Münster www.kils.de

Peter Kiefer

ist Klangkünstler, Komponist und Klangforscher.

Seine Kompositionen und Klangkunstwerke thematisieren stets den Raum und wurden international aufgeführt und ausgestellt.

Er lehrte an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist seit 2001 Professor am Fachbereich Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2010 initiierte er den Masterstudiengang "Klangkunst-Komposition" und ist Leiter der Abteilung "Klangkunst-Komposition".

2018 erhielt er vom Gutenberg Forschungskolleg ein Fellowship für das Klangforschungs-Projekt A.R.S. Art - Research - Sound.

Foto: Nicola Hein

https://ars.uni-mainz.de/research-associates/
https://www.musik.uni-mainz.de/lehrende/peter-kiefer/


Klasse Klangkunst-Komposition der Hochschule für Musik Mainz

Die Hochschule für Musik Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität bietet als einzige Musikhochschule in Deutschland einen Studiengang für Klangkunst-Komposition an. Dieser Masterstudiengang richtet sich gleichermaßen an Musiker*innen und Künstler*innen. Seit 2019 ist auch das Studium im dritten Studienabschnitt für Meisterschüler*innen möglich.

Der Studiengang basiert auf den neuesten Entwicklungen eines intermediären Musik- und Kunstverständnisses. Hier fokussieren sich Strömungen der Neuen Musik, der elektronischen Komposition, der Klangkunst, der audiovisuellen Kunst und der radiophonen Kunst, der Ars Acustica, zu einer thematischen Einheit. Auf höchstem künstlerischem Niveau werden kompositorische Ansätze mit verräumlichenden und intermediären Kompositionsstrategien erforscht und weiterentwickelt.

Dazu gehören die Erarbeitung von Raumklang- bzw. Klanginstallationen ebenso wie performative Konzepte oder mediale Repräsentationen. Aktuell präsentierte die Klasse Klangkunst-Komposition im Rahmen des Festival SOUNDSEEING 2021 Arbeiten im Kulturgut Haus Nottbeck und im Kunstverein Münsterland in Coesfeld. Sowie beim Festival OPENING in Trier 15 Arbeiten an mehreren Standorten in Trier u.a. im Karl-Marx-Haus, Museum am Dom und dem Museum Simeonstift neben der Porta Nigra.

Studierende dieses Studiengangs gewannen zahlreiche Preise: Operare Berlin 2010, Sound of E-Motion RWTH Aachen 2011, Kalkhof-Rose Stipendium, Rotary Churmeyntz Kulturförderpreis, Künstlerstipendium New York des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, zahlreiche Residencies u.a. Künstlerdorf Schöppingen, Tokyo Wonder Site sowie Sapporo in Japan und hatten Ausstellungsbeteiligungen u. a. im Kommunikationsmuseum Frankfurt und auf der Art Basel. Der Klang-Lichtraum resonate wurde beim Festival >Luminale< in Frankfurt und anschließend im Kubus des ZKM Karlsruhe bei der Ausstellung Sound Art gezeigt.

Den Studiengang leitet Univ.-Prof. Peter Kiefer, aktuell unterrichten auch Prof. Stefan Fricke, Prof. Dr. Salomé Voegelin und Lawrence Abu Hamdan.

Gastprofessoren waren Prof. Dr. Florian Dombois, Prof. Alvin Curran, Prof. Miya Masaoka, Prof. Bernhard Leitner, Prof. Anke Eckardt, Andres Bosshard und Kaspar König.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

https://soundart.uni-mainz.de | www.musik.uni-mainz.de

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